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Kinder stärken – Bindung und Beziehung als Voraussetzung

 

Bindung und Beziehung sind die Grundlagen für Bildung in Krabbelstuben. Eine der wichtigsten Ressourcen für die Stärkung kindlicher Kompetenzen im sozialen und emotionalen Bereich ist die Qualität der Interaktion zwischen dem Kind und seinen Eltern und weiteren Bezugspersonen (wie z.B. Tagespflegepersonen, pädagogischen Fachkräften, Großeltern, ErzieherInnen).

 

Bedeutung von Bindung und Beziehung

Entwicklungsstärkende Bildungsprozesse können nur gelingen, wenn die Kinder sich sicher, geborgen und gut eingebunden fühlen. Das gilt ganz besonders für die Altersgruppe der Kinder unter drei Jahren. Die positiven Auswirkungen sicherer Bindung in der frühen Kindheit lassen sich bis in die Schulzeit hinein und auch darüber hinaus belegen. Das Arbeitsmodell von Bindung entsteht in der Interaktion. Das bedeutet also auch, dass die Themen Bindung und Beziehung in allen Bildungsbereichen von Bedeutung sind.

 

Bindung und Beziehung sind die Voraussetzungen für Kinder, emotionale und soziale Stärken zu entwickeln, auszubauen und zu festigen. Durch Bindung und Beziehung werden bereits in der Krabbelstube wichtige kommunikative Kompetenzen erworben, die Voraussetzung für ein soziales Miteinander sind.

Auch körperliche Kompetenzen entwickelt ein Kind durch Bindung und Beziehung. Es spürt nach und nach, wie es auf Andere wirkt. Dies ist der Beginn der Empathiefähigkeit. Auch kognitive und lernmethodische Kompetenzen werden gefördert. So kann das Kind lernen, sich selbst einzuschätzen, ein positives Selbstkonzept entwickeln und sich in seinem eigenen Tempo entwickeln.