Drucken

Wahrnehmung

 

Damit sich ein Kind in seiner Umgebung zurecht finden kann, braucht es neben den entsprechenden personellen, sachlichen und räumlichen Rahmenbedingungen auch funktionsfähige Sinne. Ein Mensch sollte sehen, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper vielfältig erfahren und im Gleichgewicht erleben können. Sinnesfähigkeiten können sich nur in der ständigen Auseinandersetzung, im Spiel sowie im Erproben und Erkunden mit den Gegebenheiten der Umwelt entwickeln.

Das Gehirn hat bis zum Alter von sieben Jahren vorwiegend eine Verarbeitungs- und Speicherfunktion für sinnliche Wahrnehmung inne, funktioniert also weitestgehend über Gefühle und Empfindungen. Dies ist maßgebend für eine positive Entwicklung (sensorische Integration). Die Reaktionen des Körpers gehen eher von den Muskeln als vom Verstand aus. Sie sind also eher motorisch als kognitiv gesteuert.

Heute werden Kinder oft sehr früh und sehr stark mit audiovisuellen Wahrnehmungen in ihrer Umgebung konfrontiert. Im Bereich der KEK sehen wir es deshalb als unsere Aufgabe an, die Kinder besonders in ihrer taktilen und motorischen Entwicklung zu fördern. Im Gruppengeschehen bedeutet dies konkret für uns: kuscheln, matschen, schmieren, kneten, greifen, kalt und warm erfahren, Tastspiele, Kastanienwanne, Bälle-Bad, Wassererfahrung, Fußweg, ertasten von verschiedenen Materialien, Formen ertasten, Umgang mit unterschiedlichen Materialien etc.