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Freispiel - soziales Miteinander

 

In den offenen Zeiten (siehe Tagesablauf) haben die Kinder - neben der Teilnahme an Angeboten der Erzieher/innen - die Möglichkeit, sich dem Freispiel zu widmen. Das freie Spiel ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Kindergartenalltags. Im Freispiel, insbesondere im Rollenspiel, spielen die Kinder Szenen aus der Erwachsenenwelt nach und schaffen sich so ihr Weltbild. Beim Vater-Mutter-Kind-Spiel beispielsweise spielen die Kinder das nach, was sie alltäglich erleben. Was machen Mama und Papa den ganzen Tag? Sie gehen arbeiten,  einkaufen, mit den Kindern zum Arzt, bringen die Geschwister zur Schule, bereiten Essen zu und vieles mehr.  Aber was bedeutet das? Was machen sie, wenn sie arbeiten? Was macht ein Kind den ganzen Tag? Was für ein Kind ist es? Ein Baby, ein Kindergarten- oder ein Schulkind? An all diesen Fragen arbeiten die Kinder im Freispiel. Ganz gleich, was für ein Rollenspiel die Kinder gerade spielen - ob sie nun Polizisten, Räuber, Piraten, Tiere oder Prinzessinnen sind: Die Fragestellungen, die dem Freispiel zu Grunde liegen, werden mit zunehmendem Alter immer differenzierter. Somit wird auch das sich daraus ergebende Weltbild immer differenzierter und komplexer.

 

Im gemeinsamen Rollenspiel werden viele soziale Kompetenzen weiterentwickelt. Die Kinder müssen sich absprechen (Sprachentwicklung), wer welche Rolle übernimmt. Das erfordert Durchsetzungsvermögen und Konfliktfähigkeit. Wenn man in eine andere Rolle schlüpfen will, benötigt man Empathie, um diese Rolle ausfüllen zu können. Die Kinder fragen nach - untereinander und bei Erwachsenen - und erklären sich gegenseitig, was sie wissen. Aus den Themen, die die Kinder im Freispiel aufgreifen, können sich Projekte entwickeln. Dort werden dann die Themen der Kinder noch einmal vertieft behandelt.