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Offene Arbeit

 

Auch im Schulkinderbereich arbeiten wir mit einem offenen Konzept. Seit August 2010 werden alle Kinder aus dem Hort- und Kindergartenbereich gemeinsam in Funktionsräumen betreut. Einzelne Räume erfüllen dabei verschiedene Funktionen. Den Kindern stehen ein großer Kreativraum (mit Malwand, Experimentierbereich, Werkbank, Basteltischen und einer großen Auswahl an Bastelmaterialien), ein großer Spielraum (mit Lernmaterialien, Rollenspielbereich, Tischspielen und vielem mehr), ein kleiner Raum (wird je nach Bedarf genutzt) sowie die Turnhalle und das Außengelände zur Verfügung. Die Schulkinder haben zusätzlich einen Gruppenraum, um sich abzugrenzen und zurückzuziehen, und einen ruhigen Hausaufgabenraum, der außerhalb der Hausaufgabenzeiten auch zum Spielen genutzt wird.

Da sich die Hortkinder selbstbestimmt allein im Haus und auf unserem Außengelände bewegen dürfen, ist im Hort eine Magnetpinnwand angebracht, an der sich die Kinder eigenverantwortlich an-, um- und abpinnen (bei Ankunft, Raumwechsel und Verabschiedung). Dadurch behalten alle den Überblick und können ihre räumliche Freiheit in einem sicheren Rahmen ausleben. Das selbstständige An- und Abpinnen der Kinder ersetzt jedoch nicht das Begrüßen und Verabschieden von den Erzieher/innen.

Die offene Arbeit bietet den Kindern viele Möglichkeiten, ihren Nachmittag nach eigenen Interessen zu gestalten. So sind sie Ko-Konstrukteure ihrer eigenen Entwicklung. Die Regeln unseres Zusammenlebens ergeben sich häufig aus dem Tagesablauf. Sie wiederholen sich täglich - dadurch fällt es den Kindern leichter, sie einzuhalten.

Erziehung zur Selbstständigkeit ist ein wichtiger Aspekt in unserem Handlungskonzept. Die sich selbst erklärenden Ordnungssysteme in den einzelnen Funktionsräumen unterstützen dieses Ziel. Grundsätzlich sollen die Kinder alles selbstständig verrichten, was sie unter Berücksichtigung ihres Entwicklungsstandes alleine bewältigen können.

Ein weiterer Vorteil der offenen Arbeit ist, dass jedes Kind - egal ob jünger oder älter, Mädchen oder Junge - leichter den für sich passenden Spielpartner findet. Dabei entstehen Kontakte zu Kindergarten- und Krabbelstubenkindern, oder die Kinder besuchen ihre Geschwister.